Ein Weckruf?

Ich sitze gerade in meinem Bett und denke darüber nach, was ich heute wieder alles in den Nachrichten gelesen habe. Das Coronavirus ist in aller Munde. Es gibt kein anderes Thema mehr, über das wir uns Gedanken machen. Umweltschutz, Flüchtlinge, die Brände in Australien – das alles scheint in unseren Köpfen nicht mehr zu existieren. Die Nachrichten über das Coronavirus verfolgen mich, auch Instagram ist voll davon. Natürlich habe auch ich mir den ein oder anderen Live-Talk in Instagram angeschaut. Allerdings habe ich dabei sehr schnell feststellen müssen, dass auch diese Art von News mir nicht gut tun und ich mich davon distanzieren muss.

Eine Frage ist mir jedoch im Kopf hängen geblieben: „Was ist mir in meinem Leben wirklich wichtig?“ Wie möchte ich später leben?

Darüber mache ich mir zur Zeit sehr vielen Gedanken. Eigentlich habe ich alles was ich brauche, doch ich fühle eine Leere in mir, die sehr schwer in Worten zu beschreiben ist. Durch die Corona-Krise merke ich sehr schnell, wie mir Dinge und Besitztümer so unwichtig erscheinen und ich mich nach Familie, Geborgenheit, Liebe und Zuneigung sehne. Darüber hinaus wurde mir wurde klar, dass ich nicht mehr verschwenderisch leben möchte. Zeit, Geld und Ressourcen sind kostbar und diese möchte ich nicht auch falsche Entscheidungen und eingeschlichene Gewohnheiten vergeuden. Doch was muss ich tut, um mich zu verbessern? Ich habe mir für jedes der drei Themengebiete Notizen gemacht.

Zeitverschwendung

  1. Zeitlimit für Instagram, Netflix und Co.
    Ich muss zugeben, ich verbringe meine Zeit schon sehr oft in Instagram, schaue Serien und YouTube Videos. Aber seien wir mal ehrlich, die Storys mehrerer User tagein tagaus zu verfolgen, was für ein Mehrwert bringt mir das? Deshalb habe ich mir ein Zeitlimit von 1 Stunde pro Tag gesetzt. Das muss reichen.
  2. Mindestens 1 Stunde am Tag Lesen
    Zugegeben ich lese schon sehr viel für meine Arbeit, aber anstatt abends 1-2 Folgen einer Serie anzuschauen, werde ich mir wieder ein Buch zu Hand nehmen und vor dem Schlafen gehen ein Buch lesen.
  3. Schlummertaste
    Ich stelle mir meinen Wecker nur noch auf eine Zeit und stehe dann auch auf. Bis jetzt war die Schlummertaste mein bester Freund. Auch das ist in meinen Augen Zeitverschwendung, denn in dieser Zeit könnte ich schon produktiv sein.

Geldverschwendung

  1. Kleidung
    Bis Ende des Jahre habe ich mir vorgenommen keine neue Kleidung mehr zu kaufen. Ich habe mir meinen Kleiderschank genau angeschaut und ich habe genügend Klamotten, die alle noch sehr gut erhalten sind. Ich bin sehr gespannt, wie ich damit klarkommen werde.
  2. Haushaltsbuch
    Ich werde wieder ein Haushaltsbuch führen, da ich gemerkt habe wieder hier und da unnötige Dinge zu kaufen, die ich gar nicht benötige und am Ende des Monats manchmal selbst nicht mehr wusste, für was ich jetzt eigentlich mein Geld ausgegeben habe.
  3. Wunschzettel
    Wenn ich etwas wirklich haben möchte, schreibe ich mir ab heute einen Wunschzettel. Denn wenn der erste Kaufimpuls überwunden ist, soll man sich rationaler entscheiden können. Ich werde es ausprobieren und euch davon berichten.
  4. Ökologisch und ethisch produzierte Produkte
    Möchte ich wirklich etwas kaufen, versuche ich mich für umwelt- und sozialverträglich hergestellte Produkte zu entscheiden. Diese stammen sehr selten aus der Massenproduktion und die Rohstoffe sind hochwertiger.
  5. Erlebnisse statt Dinge
    Forscher haben herausgefunden, dass uns materielle Dinge nur kurzfristig glücklich machen. Sie langweilen uns schnell und das Glücksgefühl, das sie beim Kauf erzeugt haben, kommt nicht wieder. Schöne Erlebnisse hingegen machen uns längerfristig glücklich. Ich erinnere mich immer wieder gerne an Urlaube, Konzerte und Einladungen. Diese sind in letzter Zeit viel zu kurz gekommen, das werde ich auch auf jeden Fall ändern.
  6. Spenden statt Verschwenden
    Anstatt Geld für irgendein Blödsinn auszugeben, werde ich monatlich eine kleine Summe spenden.
  7. ETF-Sparplan
    Meinen ETF-Sparplan etwas nach oben setzten.

Ressourcen

  1. Lebensmittel
    Durch die Corona-Krise versuche ich jetzt sowieso viel seltener einkaufen zu gehen als sonst. 1-2 mal in der Woche muss reichen. Auch mache ich mir einen groben Essplan, so dass ich genau weiss welche Lebensmittel ich benötige und wieviel davon. So verbrauche ich alles und muss nichts mehr wegschmeißen.
  2. Kleidung
    Wie oben schon beschrieben, möchte ich nunmehr auf ökologisch und ethisch produzierte Produkte zurückgreifen.
  3. Strom, Gas, Wasser
    Auch hier ist viel Einsparpotential möglich. Für gute Tipps bin ich sehr dankbar.

Ich bin jetzt schon gespannt, wie gut oder auch wie schlecht ich diese Punkte umsetzen werde. Ich weiß, dass es bei dem ein oder anderen Punkt nicht leicht sein wird, aber wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann ziehe ich das auch durch. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

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